Warré-Briefkasten

Liebe Warréaner und alle, die es werden wollen,

mich erreichen sehr oft E-Mails mit Fragen zu Warré, die ich auch gern beantworte, wenn es meine Zeit erlaubt. Leider hat auf diesem Weg nur der Fragende etwas von der Antwort. Deshalb hier mein Angebot, Fragen direkt hier als Kommentar zu diesem Beitrag zu hinterlassen. Ich werde  diese dann in einem eigenen Beitrag öffentlich und für alle (hoffentlich) zum Nutzen beantworten.

9 Gedanken zu „Warré-Briefkasten“

  1. Liebe Mellina,

    ich stehe ganz am Anfang der Imkerei, genauer gesagt, fange ich in diesem Jahr erst an und besuche dafür einen Kurs. Ich war bislang fest entschlossen „Warréanerin“ zu werden. Nun komme ich ein klein wenige ins Straucheln, denn im Kurs wird Warré für Anfänger nicht unbedingt empfohlen. Ein Grund dafür ist bspw., dass die Möglichkeit gegeben sein sollte, den Bien „in die Hand zu nehmen“ – idealerweise mit Rähmchen. Dies – vor allem auch – um Erfahrung durch Beobachtung zu sammenln. Auf Grund des zweiräumigen Brutkörpers müsste der Bien dann jedesmal zerlegt werden.

    Generell wird im Kurs empfohlen für die ersten 3-5 Jahre (Lehrzeit) eine einfach zu handhabende Beute (Einraumbeute) einzusetzen.

    Z.Z. denke ich dennoch an und mit Warré das Imkern lernen zu können. Evtl. zu Beginn mit dem Einsatz von Rähmchen. Aber vielleicht bin ich da auch zu optimistisch?

    Was meinst du dazu? Dein Rat als erfahrene Warréanerin wäre mir sehr wichtig.

    Viele Grüße, Elke

  2. Hallo,

    ich konnte einen kleinen Schwarm einfangen und habe ihn soweit erfolgreich einlaufen lassen. Er hing in der Innenstadt an einem Poller.

    Mich würde interessieren woran man erkennen kann, ob es sich bei dem einlogierten Schwarm um einen Vorschwarm oder einen Nachschwarm handelt? Kann man hier irgendwelche unterschiedliche Verhaltensweisen beobachten?
    Ich konnte leider nicht feststellen, wo der Schwarm herkam. Die Königin konnten wir beim Einlaufen leider nicht entdecken, um eventuell eine Markierung bzw. Alterserscheinungen festzustellen, die auf einen Vorschwarm schließen lassen. Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass sich Nachschwärme eher sehr weit oben absetzen und Vorschwärme eher weiter unten? Die Größe des Schwarms lässt andererseits eher auf einen Nachschwarm schließen. Gibt es hier also noch irgendwas, woran man festmachen kann, dass es sich um einen Nachschwarm handelt oder nicht ohne die Umstände des ursprünglichen Volkes zu kennen? Sowas wie ein ungefährer Zeitpunkt ab wann Pollen eingetragen wird oder sowas in der Art?
    Über das Verhalten von Schwärmen nach dem Einlogieren lassen sich leider nicht so viele Informationen finden, was normal ist und was nicht. Kennst du hier vielleicht eine verlässliche Quelle?

    Viele Grüße, Madlin

  3. Liebe Imkerfreunde,

    ich möchte nun mit der Imkerei und der Warrebeute einsteigen. Nächste Woche könnte ich einen Schwarm bekommen. Die ist nun, ob das noch klappt, wenn die Beute noch ganz neu ist, oder ob man lieber noch bis zum nächsten Jahr wartet und versucht, früher einen Schwarm zu bekommen. Was denkt ihr?

    Liebe Grüße

    1. Hallo Julian,

      wenn der Schwarm schwerer als 2,5 kg ist, könnte der Ausbau der zum Überwintern notwendigen zwei Zargen noch klappen. Dazu wäre aber zusätzlich noch eine ausreichende Tracht notwendig. Anderenfalls müsstest Du füttern. Das Ganze ist aber insgesamt kein optimaler Start, deshalb würde ich Dir raten, bis nächstes Jahr zu warten.

      Liebe Grüße
      Mandy

  4. Hallo Mandy,
    ich habe eine 4-zargige Beute, wobei die Bienen nur 3 Zargen ausgebaut haben. Als ich vor einer Woche (also Mitte August) die Honigzarge entnehmen wollte, habe ich in der 2. Zarge Weiselzellen entdeckt und frage mich jetzt, was das bedeuten könnte & was ich damit tun sollte? Ich vermute mal, dass dies im August kein gutes Zeichen ist, oder?
    Weiterhin haben sich nicht wenig Bienen seit ein paar Wochen unten an das Bodengitter gehangen und dort auch z.T. Waben gebaut (anstatt in die 4. Zarge). Könnte das mit den Weiselzellen zusammen hängen oder kann das auch eine Reaktion auf die hohen Temparaturen sein?
    Besten Dank für deine Gedanken & herzliche Grüße,
    Rico

    1. Hallo Rico,

      in Anbetracht der Jahreszeit würde ich vermuten, dass das Volk still umweiselt. Ich würde die Weiselzellen daher belassen.

      Das die Bienen unten am Gitter bauen, hat wahrscheinlich tatsächlich mit der langen Hitze zu tun. Manche Bienen verbringen momentan auch die Nacht draußen und vielleicht fällt es ihnen mittlerweile schwer, zwischen Innen und Außen zu unterscheiden.

  5. Liebe Bienenfreunde,

    im nächsten Frühjahr möchte ich mit der Warre-Imkerei einsteigen und hab da noch einige Fragen. Beginnen möchte ich Ende März/Anfang April – je nach Wetterlage – mit einem Kunstschwarm. Soll ich lieber eine belegstellenbegattete oder eine standbegattete Königin wählen? Muss ich den Schwarm gleich am ersten Tag füttern und wenn ja, wie lange und wie viel? Wann sollte die Königin zugesetzt werden? Ich hoffe auf eure Antworten und Hilfe.

    Viele Grüße
    Julian

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