Frage zur Umstellung von Kalt- auf Warmbau

Frage von Thomas: Ich habe seit letztem Jahr mehrere Warrebeuten (mit Guckzargen) in Verwendung und bin begeistert von dem System. Nur den (Varroa-) Boden habe ich insofern verändert, daß ich ihn erhöht habe und von hinten einen einfachen Zugang zum Verdampfen von Oxalsäure geschaffen habe. So kann ich ohne die Beute von oben zu öffnen behandeln.

Meine Frage an Euch: Praktiziert Ihr die Umstellung Warm- auf Kaltbau und umgekehrt, und erkennt Ihr dadurch eine Irritation der Bienen?
Im Buch von Warre wird zwar das Umstellen genannt, aber ich habe keine genaueren Hintergründe, die das Umstellen begründen, finden können.

Antwort: Den Varroaboden gleich mit für die Oxalsäureverdunstung zu nutzen, finde ich eine gute Idee. Bei uns in Deutschland ist das Verdunsten von Oxalsäure nicht zur Bienenbehandlung zugelassen, aber für Euch Österreicher ist das sicher eine gute Lösung. Ich selbst nutze ausschließlich den einfachen Bretterboden.

Die Umstellung von Kalt- auf Warmbau im Winter praktizierte Warré, um den Bienen im Sommer durch den Kaltbau die Ventilation der Wabengassen zu erleichtern, während sie beim Warmbau im Winter weniger den kalten Winden ausgesetzt sind. Es war immer wieder das Thema Klima, an dem er herumoptimiert hat, da er im optimalen Beutenklima die Hauptursache für die Bienengesundheit sah. Da mich die Argumente seinerzeit überzeugten, habe ich anfangs ebenfalls diese Umstellung im Spätsommer praktiziert. Tatsächlich hatte ich aber den Eindruck, dass die Umstellung die Bienen massiv irritiert, weshalb ich heute davon absehe. Der Spätsommer ist ja in Zeiten der Varroa immer ein etwas kritischer Zeitpunkt. Solche massiven Eingriffe in die Volksharmonie versuche ich daher zu dieser Zeit zu vermeiden.

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