Neues Volk nimmt zweite Zarge nicht an

Es kommt immer mal wieder vor, dass ein neu eingesetztes Volk Schwierigkeiten hat, die zweite, untere Zarge anzunehmen. Dies ist meist ein Zeichen dafür, dass das neue Volk zu klein war, vor allem, wenn es sich um einen Kunstschwarm handelte. Auch, wenn das Jahr bei der Erstellung des Volkes schon sehr fortgeschritten war, und kaum noch Tracht hereinkommt, kann der Bau stoppen. So bauen die Bienen ab der Sommersonnenwende kaum noch, es sei denn, sie werden kontinuierlich gefüttert.

Ein weiterer häufiger Grund dafür, dass die Bienen die zweite Zarge im ersten Jahr nur zögerlich annehmen, ist, dass es sich um eine neue Zarge handelt, die noch zu sehr nach Holzkiste und noch zu wenig „nach Biene“ riecht. Hier hilft es, eine Wabe von oben nach unten umzuhängen, um den Bienen zu vermitteln, dass ihre Wohnung unten eine weitere Etage hat. Sobald eine Zarge einmal eine Saison lang bewohnt war, gibt sich dieses Problem des verzögerten Zargenüberganges.

2 Gedanken zu „Neues Volk nimmt zweite Zarge nicht an“

  1. Hallo Mandy,

    genau so verhält es sich bei meinem neuen Volk. Soll die zweite – leere Zarge – trotzdem über den Winter stehen bleiben? Denn im Grunde muss diese ja mit geheizt werden, oder?

    Viele Grüße, Elke

    1. Die zweite Zarge sollte auf jeden Fall im Winter drunter bleiben, da sonst der kalte Wind vom Flugloch direkt auf die Wintertraube bläst. Günstig ist das Überwintern auf nur einer ausgebauten Zarge aber nie. Noch ist ausreichend Zeit, um die Bienen durch kontinuierliches dünnes Füttern dazu zu bringen, die zweite Zarge zumindest noch teilweise auszubauen.

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